• Birte Kaiser

So wird's zuhause richtig gemütlich






Kuschelig, hygge, einladend, cosy, gemütlich, …es gibt viele Wörter, mit denen sich diese besondere Stimmung beschreiben lässt, dieses „hier bleib ich“-Gefühl. Und auch wenn Gemütlichkeit nicht für jeden dasselbe bedeutet, gibt es doch ein paar Leitlinien, die unabhängig von Stil, Geschmack und Vorlieben funktionieren.


Bitte schön:



Die Raumaufteilung


  • Räume brauchen eine Mitte, bzw. einen Fokus, der das Auge anzieht. Das kann ein schöner Esstisch mit bequemen Stühlen sein, ein Sofa oder eine Sitzecke mit Tisch oder Fußhocker davor. Wenn die Möbel in Gruppen zusammenstehen, wirkt das übrigens viel einladender, als wenn jedes Teil gleich weit vom anderen entfernt ist.

  • Mut zur Lücke. Räume dürfen freie Flächen haben, oft tut man gut daran, dem Impuls, alles vorzustellen, nicht nachzugeben.

  • Teppiche sind eine gute Möglichkeit, um Möbel optisch zusammenzuhalten. Achtung: den Teppich nicht zu klein und farblich passend zum Rest wählen.

  • Nicht jedes Möbel sollte an der Wand stehen oder in eine Ecke geschoben werden. Es wirkt viel luftiger und interessanter, wenn der ganze Raum ausgenutzt wird und Möbel auch mal solo stehen dürfen.

  • Schmuddelecken vermeiden. Wo sammeln sich immer wieder irgendwelche Dinge an, für die es keinen richtigen Platz gibt? Welcher Teil des Raumes wirkt kalt, unharmonisch oder überfüllt? Und woran liegt das? Stehen hier vielleicht Möbel, die man nicht weggeben mag, einem im Grunde aber gar nicht gefallen? Fehlt Licht? Oder steht hier vielleicht eine ewig vor sich hinkränkelnde Zimmerpflanze, die man nur aus Mitleid weiter pflegt?

  • Lieblingsplätze schaffen. Wer gern auf dem Sofa sitzt, liest und dabei Kaffee trinkt, braucht einen kleinen Beistelltisch, beim Musikhören will man den Kopf anlehnen, beim Fernsehgucken darf einem nicht nach 10 Minuten der Rücken weh tun. Möbel sollen nicht nur hübsch aussehen oder einem bestimmten Stil entsprechen, sie müssen vor allem den Bedürfnissen der Bewohner dienen. Wichtig beim Sofakauf: Tiefe Sofas wirken zwar gemütlich, man kann aber oft nur auf der Kante sitzen. Wer sich anlehnen will, kriegt die Füße nicht mehr auf den Boden und sitzt da wie ein Kleinkind.

  • Zwischen Boden und Decke ist viel Platz, dieser darf genutzt werden. Ein Raum wirkt harmonischer, wenn nicht jedes Möbelstück auf der gleichen Höhe endet (meistens Tischhöhe) oder die gleiche geometrische Form hat.


Die Farben


  • Bei Wandfarben gilt : dunkle Töne machen Räumer kleiner, helle größer. Bei der Auswahl auf die Lichtverhältnisse achten, je dichter eine Wand am Fenster ist, desto heller wirkt ein Farbton.

  • Es darf natürlich auch halbhoch gestrichen werden oder nur einzelne Wände, allerdings sollte die Farbe immer einen „sinnvoller“ Abschluss haben, also nicht irgendwo in der Mitte aufhören, sondern erst an der nächsten Ecke.

  • Farben wirken an der Wand oft viel kräftiger, als auf kleinen Farbkärtchen. Zu intensive Farbe kann erdrücken.

  • Künstliches Licht verändert eine Farbe – nicht immer zum Guten. Vor dem Steichen unbedingt testen.

  • Ganz wichtig: Außer es ist ausdrücklich Teil des gewählten Stils, sollte es im Zimmer nicht zu bunt werden. Große Objekte eher in zurückhaltenden, zeitlosen Farben wählen und nur mit Accessoires Farbtupfer setzen. Idee: Eine Lieblingsfarbe wählen, die dann immer wieder auftaucht und erkennbar den Stil vorgibt, den Rest besser in den Hintergrund treten lassen.

  • Keine Angst vor schwarzen Gegenständen oder Accessoires. In Kombination mit Naturtönen, grau, blau, mint oder beige passt schwarz hervorragend und wirkt überhaupt nicht hart oder kalt.


Die Materialien


  • Material-Mix sorgt für Gemütlichkeit, Spannung und Abwechslung. Damit ein Raum nicht starr und unbelebt aussieht, fließende Stoffe (z.B. Vorhänge) verwenden, kalte, harte Bodenbeläge wirken freundlicher, wenn Teppichen ausgelegt werden. Sofas wirken viel einladender und kuscheliger, wenn große Kissen und Decken auf ihnen liegen.

  • Sofa und Stühle sollten bequem, strapazierfähig, pflegeleicht und zeitlos sein. Wer nur nach Optik kauft und dann Schweißausbrüche bekommt, sobald sich jemand mit Schokolade oder eine dunkle Jeans nähert, kann sich nicht entspannen.

  • Den Esszimmertisch so wählen, dass man nicht dauern mit den Füßen irgendwo anstößt. Auch die Oberfläche und die Beschaffenheit der Kanten ist wichtig, damit man gern die Arme ablegt (ist bei kalten Materialien wie Metall, Glas, Kunststoff nicht immer gegeben).

  • Naturmaterialien (Bast, Wolle, Sisal, Korb, Fell, Holz, Leder) lassen sich super mit harten, kühlen Materialien kombinieren und sorgen für Wohlfühlatmosphäre.


Die Beleuchtung


  • Unterschiedliche Lichtquellen sind besonders wichtig für eine gemütliche Wohnatmosphäre. Dazu gehört ein helles Deckenlicht um ggf. den Raum komplett auszuleuchten (beim Putzen, Arbeiten, etc.), besonders wichtig sind jedoch Stehlampen, Wandlampen und andere kleinere Lichtquellen, die man vor allem abends einschaltet.

  • Bei Energiesparbirnen auf gleiche Lichtfarbe achten (also nicht weißes, kaltes mit gelblichem Licht kombinieren).

  • Besonders geeignet sind dimmbare Lichtquellen.

  • Hängelampen sollten nicht frei im Raum pendeln, sondern über einem Möbelstück oder in einer Ecke angebracht werden.


Die Accessoires


  • Deko verleiht dem Raum sein Flair, sein Gesicht. Darum Objekte wählen, die schöne Erinnerungen wecken oder die tatsächlich einen Nutzen haben und verwendet werden können (Vasen, Kerzen, Schalen), statt Dinge, die nur gut aussehen und dauernd abgestaubt werden müssen.

  • „Belebte“ Objekte lassen ein Zimmer heimelig wirken, z.B. Obstkörbe, Blumensträuße, Gläser mit hübschen Süßigkeiten oder nett verpackten Bonbons.

  • Herumliegende oder aufgestapelte, stilvolle Bildbände wirken wie Bilder an den Wänden. Körbe mit Zeitschriften haben einen ähnlichen Effekt.

  • Auch bei den Accessoires darauf achten, dass es nicht zu bunt wird.

  • Statt Deko-Objekte schön gleichmäßig zu verteilen, lieber gruppieren. Beispiel: Nicht drei Blumentöpfe in gleichem Abstand auf die Fensterbank stellen, sondern die drei lieber dichter nebeneinander links oder rechts von der Mitte platzieren.


Die Wandgestaltung


  • Bilder nicht breitflächig an der Wand verteilen, sondern ebenfalls in Gruppen anordnen und auf die Hängung achten (Tipps dazu im Internet).

  • Die Rahmen müssen nicht alle gleich sein. Bei einer Bilderwand kann es toll aussehen, ganz verschiedene Kunstrichtungen mit unterschiedlichen Rahmen zu kombinieren.

  • Bilder müssen nicht hängen, sie dürfen auch auf kleinen Regalen stehen

  • Ein großes Bild als Eyecatcher kann interessanter wirken, als viele kleine.

  • Es müssen nicht immer Bilder sein. Wie wär‘s mal mit Wandteppichen, Körben, hängenden Blumenampeln, Objekten, Sammlungen, Uhren an der Wand?


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